Jagdzeit
1.0
Alle Rechte bei SR & R.K.
Sie lagen versteckt in einer der Häuser der Großstadt. Seine Truppe brauchte Ruhe. Doch er konnte Ihnen keine Ruhe gönnen. Er wußte, die anderen, würden Ihnen keine Ruhe gönnen. Also machte er sich auf sie zu wecken. Einer mußte es tun. Leise rüttelte er an den Männern und Frauen. "Ich brauche vier Mann, nur leichtes Gepäck als Sturmspitze." Sofort meldeten sich einige freiwillig. "Und einen, als Kundschafter - kein Gepäck." Das war der gefährlichste Job. Dafür mußte man schnell sein. Aber auch dafür gab es einen Freiwilligen. Mario war der schmächtigste von allen. Viel konnte er nicht tragen. Aber er besass Ausdauer und war schnell. Das war viel wert. Beim Gepäck buckeln, wie die anderen, hatte er die schlechtesten Karten. So willigte er ein. "Weckt die anderen und Beeilung ." Er hörte einen Streit zwischen zwei seinen Leuten. Er wußte nicht worum sie stritten, doch Streit durfte er nicht zulassen. Das würde der Anfang vom Ende von ihnen bedeuten. So fuhr er dazwischen. "Befehl zurück an die Arbeit in 10 min sind wie hier weg!" Doch sie waren gereizt und auch er mochte nicht mehr. So brüllte ihn ein Feldwebel an "Immer gibts Du nur Befehle." Widerspruch? Auf keinen Fall. Scharf entgegnete er "Ich degradiere dich mit sofortiger Wirkung." Der Feldwebel verlor die Nerven und zog seine Pistole. Seine Männer schauten auf, aber niemand griff ein. Er wußte, warum. Er verlangte viel. In den Augen der Männer und Frauen zuviel. Sie wußten nicht, was sie an ihn hatten und er wußte, er hatte sie verloren. Ruhig schaute er den Feldwebel in die Augen. "Du willst meinen Job." Er riss sich die Schulterstücken von seiner Körperpanzerung. "Ich wollte Ihn nicht." Hier, hast Du Sie. Viel Glück." Sprachlos stand der Feldwebel da und starrte auf die Schulterstücken. Er drehte sich um verließ den Raum, holte seine Sachen und nahm seine Waffen an sich. Niemand hielt ihn auf.
Er wußte sie würden kommen . Schnell lehrte sich das Viertel. Alles strebte den Kontrollpunkten zu. Es würde nicht mehr lange dauern. Seine Sensoren meldeten entfernt Hubschrauber und Panzer. Er schaltete sie ab. Da kamen sie. Das Viertel war umstellt. Schnell nährherten sie sich. Von den Hubschraubern seilten sich die ersten ab und stürmten in die Häuser. Systematisch durchkämmten sie die Gegend. Wer zu spät flüchten konnte hob die Arme und warf sich auf den Boden. Wessen Kontrollmarke sich nicht indentifizierte, wurde erchossen. Er mußte schnell verschwinden. Auf seiner Körperpanzerung erschien ein Laserpunkt. "Verdammt" schoss es ihn durch den Kopf und Reflexartig sprang er hinter einen Balkonvorsprung. Er spürte den Schuss bevor er ihn hören konnte. Aber er ging vorbei. Einer von den Hunden hatte ihn gesehen. Jetzt war die Meute arlamiert. Er begann an den Balkonen das Haus zu erklimmen, ausschau haltend nach einigen Bäumen die gross genug waren. Aber hier standen nicht viele Bäume. Er hörte den Hubschrauber kommen. Doch nicht mit mir dachte er. Im 7. Stock sprang er in den Balkon und durchbrach die Fensterverglasung. Sofort rannte er den Flur entlang. Er hatte Glück, der Flur verlief quer durch das gesamte Gebäude. Auf der linken Seite konnte er einige Bäume erkennen. Ein müdes lächeln durchzog sein Gesicht. Er hörte wie sie die Türen unten sprengten. Sie gingen kein Risiko ein. Quer durch den Gang konnte er einen Hubschrauber sich dem Gebäude nähern sehen. Er versperrte seinen Fluchtweg. Mit seinem Spezialgewehr Ultra7 zielte ruhig und drückte ab. Das Kanzeldach des Hubschraubers war zwar gepanzert, aber einem Ultrakerngeschoss konnte auch sie nicht aufhalten. Der Pilot des Hubschraubers hatte keine Chance.
Sofort lief er den Gang entlang dem Fenster zu. Am Schulterriemen warf er sein Gewehr auf den Rücken. Er schaltete die unterstützende Servomechanik des Anzugs für seine Beine an durch brach das Fenster und sprang aus den siebenten Stock einen riesigen Satz machend auf die Bäume zu. In dem Augenblick wo er das Fenster durchschlug prallte der Hubschrauber auf den Boden auf. Die scharfgemachten Raketen explodierten und liessen die Fenster der ganzen Seitenfront zerbesten. Doch er war schon vorbei und erreichte einen der Bäume. Der Aufschlag nahm ihn den Atem. Er machte einen weiteren Satz und sicherte sich eine optimalere Position. Er klammerte sich fest an einen Ast und die Mimikri des Anzuges wurde wirksam. Er konnte sie heranstürmen hören. Da verschmolz er bereits mit dem Untergrund. Jetzt mußte schon einer direkt neben ihn stehen, um ihn zu erkennen. Aber er glaubte nicht, dass einer auf den Baum klettern würde. Dafür waren sie nicht vorgesehen. Sie konnten nur bekämpfen was sie sahen. Den Atmen anhaltend lauschte er dem prasselnden Feuer und den sich näherenden Motoren. In dem Explosionsball konnten sie ihn nicht gesehen haben. Vorsichtig näherten sie sich dem Hubschrauber. Wie gross würden sie den Ring ziehen. Sie liefen vorbei, aber nicht weit genug und zogen einen Ring um das Gebäude. Er würde warten bis es Nacht war. Er konnte warten und ließ die Servomechnik in seinen Anzug versteifen. Jetzt hing er wie ein Faultier den Ast umklammernt dicht am Baum gebresst und wartete ... wartete bis die Nacht kommen würde.
Was war hier los, seit Stunden durchstreifte er die Strassen der Stadt . Doch er konnte niemanden sehen. Unheimliche Stille lag über das gesamte Gebiet. Autos standen auf den Strassen. Einige auf den Gehwegen und andere hatten sich verbeult auf einander geschoben. Er bemerkte dass er keinen Vogel hörte. Seine Sensoren tasteten vorsichtig die Umgebung ab. Aber nichts. Kein Lebewesen. Nur Windgeräusche und aktive Stromleitungen schienen. Er stand jetzt im Zentrum und vor ihm ragte eines der höchsten Gebäude der Stadt in den Himmel. Daneben standen die Baukräne für einen noch größer geplanten Neubau. Die unteren Etagen waren schon fertig und an den Baukränen hingen nocht die Lasten des Plastbetons, welche ein wenig im Wind schaukelten. Durch die Sensoren hörte er dass quietschen einiger Stahltrossen. Er lies den Akustiksensor auf höchste Stufe hochfahren. Trotz der Filter schmerzten seine Ohren als die Stahltrossen wieder aufeinanderrieben. Doch da war noch etwas anderes. Angestrengt lauschte er in die Stille. Er suchte die Fassade des Hochhauses ab. Ziemlich weit oben entdeckten er einige Scheiben die vibrierten. Doch es war nicht der Wind. Er schaltete auf Spionagemodus um und visierte die Scheiben an. Ein leichtes Wispern und rauschen konnte er vernehmen. Und dann dieses Klack, Klack. Im Display erschien Indentifizierung "Fahrstuhltür" und "nicht indentifizierbar". Sorgfältig scannte er das Objekt. Doch er konnte nichts gefährliches entdecken. So ging er in das Gebäude hinein. Doch auch im inneren das gleiche Bild. Alles sah aus, als ob jemand das Gebäude soeben verlassen hätte. An der Pförtnerloge stand ein zwischenzeitlich kalter Kaffee "18 Grad" genauso warm wie die Umgebungstemperatur. Eine Tageszeitung lag geöffnet daneben. Sie war ein Tag alt. In der Lobby standen außer einen alle Fahrstühle offen. Sie sahen alle in Ordnung aus. Aber er suchte die Tür für die Nottreppen. Er würde zu Fuss gehen. Hier und da schaute er in die Flure. Vorsichtig näherte er sich der Geräuschquelle. Er wußte dass er den richtigen Flur erreicht hatte. Doch seine Sensoren meldeten nur das übliche. Er ging den Flur entlang und erreichte den Fahrstuhl. Eine Aktentasche stand genau zwischen der Eingangstür. So öffnete und schloß sich die Tür automatisch . Er nahm sie heraus. Die Tür Schloß sich und der Fahrstuhl rauschte nach unten. Diesmal ein Schnellfeuergewehr in der Hand haltend näherte sich diesen wispernden an Babykreischen erinnernden Geräuschen. Er erreichte eine Wohnung hinter dessen Tür, eindeutig die Geräusche zu vernehmen war. Es war nicht schwierig die Tür zu öffnen. Langsam ging er hinein. An den Wänden hingen exotische Musikinstrumente. Im Wohnzimmer stand ein altes Klavier. Oh - ein lächeln zog über sein Gesicht. Eine uralte Edelmarke. Die Wohnung schien einen reichen Musiker zu gehören. Einen verdammt reichen Musiker. Als er aus dem Wohnzimmer schaute hatte er einen prächtigen Blick auf die Strassen der Stadt. Beiläufig registrierte er die Höhe 123.77 Meter. Er ging zum Klavier und spielte einige Töne aus seiner Kindheit. Dann wandete er sich der Geräuschkulisse zu. Sie schien aus allen Ecken des Raumes zu kommen. Doch er hatte es längst als SuperHifi Anlage indentifiziert, die sorgfältig in dem Raum eingebaut worden war. Er suchte nach dem Bedienteil undn fragte sich, warum er nicht bereits andere Anlagen gehört hatte. Wo sie doch alle noch Strom hatten. Ein kurzer Nahbereichsscann indentifizierte einen kleinen Schrank zu seiner rechten als Hort von Hightech. Er öffnete ihn. Neben all der vielen Technik war tatsächliche noch ein Kassettenradio in dem eine Kassette mit Bandspule lief angeschlossen. Niemand benutze seit einigen Jahrzehnten diese Art von Technik mehr. Nicht einmal mehr in Museum war so etwas zu finden. Doch hier lief tatsächlich eines von diesen Dingern. Hätte ihn sein Computer nicht mit Daten versorgt, hätte er damit nichts anfangen können. Doch die Geräusche konnte er nicht indentifizieren. Dafür reichte die Kapazität seines Systems nicht aus. Auch war es dafür nicht ausgerichtet. Es sah so aus, als ob das Gerät auf Aufnahme und dann auf Wiedergabe automatisch eingeschaltet gewesen war und jetzt automatisch nur noch die Wiedergabe wiederholte. Gleich war das Band am Ende. Er würde warten und es ebenfalls aufnehmen. Diesmal mit seiner Technik. Da war das Band am Ende. Ein Klick - der Lesekopf drehte und es lief erneut an. Einige Zeit hörte er Klaviermusik, doch dann ein wispern und Rauschen. Ein Stuhl fiel um. Instinktiv schaute er aufs Klavier. Es war ihn vorher nicht aufgefallen. Aber der Klavierhocker lag auf der Seite. Dann ein Rauschen wie bei einem heftigen Windsturm. Das Glass der Fassade viebrierte heftig. Weit im Hintergrund ein schreien und ächsen. Dann wieder diese Stille Er versuchte das Gerät abzuschalten. Aber es lief weiter. Er zog den Stecker raus. Doch es half nichts. Ein Akku. Er wartete bis das Band am Ende war, dann riss er es aus der Anlage heraus. Da war sie wieder, diese Stille. Er hatte nicht vor, das Gebäude auf den gleichen Weg wieder zu verlassen. Er verließ die Wohnung und ging einige Stockwerke höher um das Haus über das Dach zu verlassen.
Als er die oberste Etage erreicht hatte, kam schnell Wind auf, der dichten weissen Nebel vor sich herschob. So suchte er sich eine weisse Wand und nahm Nebelfarben an...
Er beobachtete wie die Paramilitärs den Hang absuchten. Dicht vor ihm prügelte ein Para auf einen der Rebellen ein. Wenn er nicht eingreift, würde er ihn totschlagen. Ein weiterer Para, er war noch blutjung, redete auf den anderen ein. Es schien, als wollte er ihn überzeugen, den Rebellen in Ruhe zu lassen. Er kam hervor und wedelte mit den Händen - hier, hier bin ich. Erschreckt schaute er auf und zog die Pistole. Er hielt seine Hände hoch und kam vorsichtig näher. Er sah in seine Augen und wußte, der andere würde nicht schiessen. Dessen Hand zitterte. DA war er heran und blitzschnell traf sein Fuß die Hand des anderen. Die Pistole flog im hohen bogen davon. Vor Schmerz griff der Para an seine Hand. Er zischte ihn zu, leg dich hin, mach keine Bewegungen und du bleibst am leben. Vor Wut bemerkte der andere nicht, was neben ihn passierte. Er verpasste den anderen einen Faustschlag, dass er ohnmächtig am Boden blieb. Seine Hand grub sich tief in die Jacke des Rebellen. Er schaute in das blutverschmierte Gesicht - erstaunt stellte er fest, es war eine Frau. Sie erholte sich schnell. Mehrere übereinandergezogene Kleidungsstücke hatten einiges der Prügel abfangen könnte. Sein durchgeführter Nahbereichsscan warnte vor weiteren Paramilitärs. Automatisch aktivierten sich die Servomotoren im Anzug ... sie öffnete die Augen. Blinde Wut ist Dumm. Zeit zu verschwinden. Es ist vielleicht nicht bequem, aber so gehts am schnellsten. Er schulterte sie und ab gings ...
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